liegt
in Sachsen-Anhalt in Deutschland und ist mit 1.142 m ü. NN
der höchste Berg vom Harzund Norddeutschland .
Der Brocken
und seine Umgebung sind ausgewiesenals Nationalpark
Harz .
Die
heutige Wetterwarte nahm 1939
ihren Betrieb auf. Der
Brocken ist ein Ort extrem Wetterbedingungen. Aufgrund der
exponierten Lage liegt sein Gipfel oberhalb der
natürlichen Baumgrenze.
Das
Klima auf dem Brocken entsprichteiner
alpinen Lage
in 1.600–2.200 m Höhe, beziehungsweise dem
Klima
Islands. Der Brocken weist als
niederschlagsreichster Punkt im nördlichen Mitteleuropa
Niederschläge im Jahresdurchschnitt von über 1600
Millimetern auf. Der Gipfel liegt oberhalb der
Baumwuchsgrenze.
Im
1890 gründete man
den
Brockengarten, dort wird die
Flora besonders gehegt und Besuchern gezeigt. Im Brockengarten
werden nicht nur Pflanzen des Brockens gezeigt, sondern auch
Gewächse aus anderen Regionen und Ländern. Zu den
typischen Arten am Brocken, die man in Norddeutschland sonst nicht
oder kaum findet, gehören die Brockenblume oder Brockenanemone
genannte Kleine Alpen-Kuhschelle. Auf den Hochmoorflächen rund
um den Gipfel findet man beispielsweise Wollgras, Sonnentau und die
Zwergbirke.
Die erste nachweisliche Besteigung
des Brockens geschah
im Jahr 1572. (Nordhäuser Arzt Johannes Thal) Graf Christian
Ernst zu Stolberg-Wernigerode, ließ 1736 auf dem Gipfel das
so genannte Wolkenhäuschen und auf der Heinrichshöhe
ein
Unterkunftshaus zum Schutz der Brockenreisenden
erbauen.1800 wurde
das erste Gasthaus unmittelbar auf der
Brockenkuppe erbaut. Am 23. Juli 1859 brannte das Brockenhaus
nieder. 1862 wurde das neue Brockenhotel eingeweiht.
Die Brockenbahn wurde am 27.
März 1899
eröffnet. Der Brockenbahnhof ist heute mit einer der
höchstgelegenen Bahnhöfe in Deutschland.
1935 gelang die erste
Fernsehübertragung vom Brocken
mit einem Sender. 1936 wurde der erste Fernsehturm der Welt auf dem
Berg erbaut.
Von 1945 bis zum April 1947 war der
Brocken durch die
amerikanischen Truppen besetzt. im Zuge eines
Gebietsaustausches folgte die Übergabe an die Sowjetische
Truppen und wurde somit sowjetische
Besatzungszone.
Ab August 1961 wurde der
Brocken, zum
militärischen Sperrgebiet erklärt und war somit
für
die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Der Gipfel
wurde
militärisch stark ausgebaut. Die Sicherung des Areals oblag
den Grenzsoldaten der 7. Grenzkompanie Schierke, die in
Zugstärke auf dem Gipfel stationiert waren. Als Unterkunft
diente ihnen der Brockenbahnhof.
Der
Brocken
wurde für Überwachungs- und
Spionagezwecke genutzt. Auf dem Gipfel befanden sich zwei
große und leistungsfähige Abhöranlagen.
Eine
gehörte dem sowjetischen
Militärgeheimdienst, die
andere war für Staatssicherheit der DDR.
Die Abhöranlagen trugen
die Tarnnamen
„Jenissej“ und „Urian“.
Mit der Wiedervereinigung wurden ab
1990 die
Grenzsicherungsanlagen sowie die militärischen Anlagen
abgebaut. Die Brockenkuppe wurde mit Millionenaufwand renaturiert.
Sie ist heute ein beliebtes touristisches Ziel für
Harzbesucher.
Seit der Zeit der Hexenverfolgungen wurden Angeklagten in den
Hexenprozessen die Teilnahme an geheimen Hexenversammlungen,
beispielsweise in der Walpurgisnacht, vorgeworfen. 1540 wurde
er erstmals
als ein solcher Treffpunkt
und als Hexentanzplatz bezeichnet.
Goethe bestiegdreimal
den
Brocken . Seine erste Besteigung des Brockens fand im Winter
1777 statt und gilt als die erste Winterbesteigung des Berges
überhaupt.Daher hat der „Goetheweg“, der
von
Torfhaus zum Gipfel führt, seinen Namen.
Vom Berg aus führen
Wanderwege in die benachbarten
Orte Braunlage, Schierke und Sankt
Andreasberg.
Vom Brocken aus führt der Harzer Hexenstieg Richtung Osten
nach Thale sowie Richtung Westen nach Osterode. Als besonderes
Original gilt Benno Schmidt – genannt Brocken-Benno
–
aus Wernigerode, der den Berg seit 1989 fast täglich besteigt
und mit mehr als 5.500 Besteigungen (Stand Nov 2008) ins
Guinness-Buch der Rekorde eingetragen wurde.